Jahresrückblick Alpin
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- Veröffentlicht am Samstag, 19. Mai 2007 03:00
Schwierige Saison
Einerseits machte der Schneemangel den Vereinen beim Training und bei der Durchführung der Rennen erhebliche Probleme, trotzdem ist es gelungen fast alle Rennen durchzuführen. Lediglich 6% der Veranstaltungen mussten abgesagt werden, allerdings haben die Verschiebungen und Verlegungen den Vereinen, den Liftgesellschaften und dem Terminreferat des LSVOÖ alles abverlangt – ihnen allen sei herzlich für ihr Engagement gedankt. Andererseits hat ein tragisches Ereignis den Schirennsport für einen Moment in den Hintergrund gedrängt. Der plötzliche Tod unseres ÖSV – Vizepräsidenten Rudi Rohregger, der ihn auf seiner Höß während eines Rennens ereilt hat, hinterlässt eine überaus große Lücke in der oberösterreichischen Skifamilie.
Veranstaltungen
Die Saison 2006/07 war für Oberösterreich als Veranstalterland außerordentlich intensiv. Neben den 152 Rennen, die regional und auf Landesebene abzuwickeln waren, standen etliche Großereignisse auf dem Programm. Vor allen natürlich die beiden Weltcuprennen der Herren in Hinterstoder, die nach einer besonderen Kraftanstrengung der Veranstalter und unter aktiver Mithilfe zahlreicher Oberösterreicher gesichert werden konnten. In Spital am Pyhrn und in Hinterstoder fanden zudem FIS-Rennen statt, die Höß war auch Austragungsort der Alpen Adria Winterspiele und Ende März schließlich der allgemeinen österreichischen Meisterschaften in den technischen Disziplinen. Leider fielen die Rennen in Gosau und am Hochficht den schlechten Schneeverhältnissen dieses Winters zum Opfer, dennoch bedeutet bereits die Übernahme der Rennen viel Arbeit für die Vereine, ihnen allen herzlichen Dank für ihren Einsatz.
Personelle Konstellation
Nach einem Jahr mit neuer Aufgabenverteilung kann man eine erste Bilanz ziehen. Grundsätzlich hat sich die Aufteilung in der Kaderbetreuung bewährt, allerdings sollte in Zukunft Fritz Offenhauser jemand zur Seite gestellt werden, der ihn von einigen administrativen Aufgaben befreit, sodass er sich noch stärker auf seine Trainertätigkeit konzentrieren kann. Auch für Gerry Posch war das erste Jahr ein schwieriges, haben sich doch vier seiner Jugendläuferinnen verletzt. Zudem hatte er im Vorfeld bereits die Betreuung der Talente – Fördergruppe der Kinder übernommen, was auch zu zeitlichen Kollisionen geführt hat. Mit Peter Flautner haben wir einen unserer Trainer in der Schihandelsschule Schladming stationiert, was eine optimale Betreuung der Athleten möglich macht, mit einem ähnlichen Modell wollen wir in Zukunft auch in Waidhofen starten. In bewährten Händen lag die Betreuung des Schülerkaders, nämlich in jenen von Markus Gattinger, dessen Arbeit deutlich Früchte trägt und uns zu einem sehr erfolgreichen Bundesland gemacht hat. Er braucht aber auch in Zukunft eine Person, die ihm beim Training in der Vorbereitung hilft. Mit Horst Filz haben wir auf alle Fälle einen neuen Schülerwart gefunden, der sehr gute Voraussetzungen für diese verantwortungsvolle Tätigkeit mitbringt. Als Ansprechpartner aller Schulen konnte Franz Dirninger gewonnen werden, er ist nicht zuletzt wegen seiner Funktion als Direktor unserer einzigen Schwerpunktschule in Windischgarsten prädestiniert für diese Tätigkeit. Generell kann gesagt werden, dass zurzeit der Landesskiverband mit seinen Alpintrainern und Funktionären optimal aufgestellt ist.
Erfolgreiche Saison
Der Neubeginn hat gleich dazu geführt, dass die heimischen Rennläuferinnen und Rennläufer eine Bilderbuchbilanz hingelegt haben, freilich konnten wir auch auf jene Basis zurückgreifen, die in den vergangenen Jahren gelegt wurde. Einige unserer Athleten haben uns besondere Freude gemacht.
So hat sich Alexander Koll auf Grund seiner Trainingseinstellung und der konstanten Leistung im Slalom einen Fixplatz im Weltcup erkämpft, zudem hat er uns mit seinem Staatsmeistertitel in Hinterstoder einen Saisonhöhepunkt beschert. Clemens Unterdechler ist es gelungen im ÖSV nach seinem Aufstieg in den Europacup Fuß zu fassen und am Ende einer für die Abfahrer äußerst schwierigen Saison einen 9. Platz in der Gesamtwertung des Europacups zu erringen, was bedeutet, dass er zweitbester Österreicher ist.. Für Ingrid Rumpfhuber verlief die Saison trotz Markenwechsels und nach guter Vorbereitung nicht ganz nach Wunsch, dennoch sind ihre beiden 5. Plätze bei der österreichischen Meisterschaft in Abfahrt und Super-G sehr beachtlich. Evelyn Pernkopf hat neben dem Fünffachsieg bei der österreichischen Jugendmeisterschaft einen 8. Rang bei der Junioren – WM zu verbuchen und somit einen Bilderbuchstart im ÖSV hingelegt, zumal sie ja bereits ein Jahr früher als geplant in die Jugendnationalmannschaft aufgenommen worden war.
Aber auch der jüngere Nachwuchs macht auf sich aufmerksam, im Jugendbereich etwa durch Johannes Rohrweck, dem ein Sieg im Qualifikationsjahrgang 1990 beim schwierigen Slalom in Kirchberg gelang, ebenso Christina Staudinger, die bei 5 FIS-Rennen eine Topplatzierung errang und zu guter Letzt noch 2 Medaillen im Rahmen der österreichischen Jugendmeisterschaft. Aus dem Schülerkader kommt Thomas Mayrpeter, der österreichweit die Klasse Schüler II dominierte und den ganzen Winter über alle Rennen, an denen er teilgenommen hat, gewann. Seine Bilanz ist beeindruckend: fünfmal Gold bei der österreichischen Schülermeisterschaft. Ähnlich erfolgreich verlief die Saison für Andrea Pomberger, sie fuhr ebenso Seriensiege bei regionalen und österreichischen Meisterschaften ein, auf ihrem Konto stehen 4 Gold- und eine Silbermedaille, und wurde vom ÖSV nach Kanada entsandt, wo sie nach Laufbestzeit im 2. Durchgang den Slalom als Zweite beendete.
Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass etliche andere Athleten noch im Vorderfeld bei überregionalen Meisterschaften zu finden waren, etwa Martin Gösweiner beim österreichischen Schülertestrennen oder Elisabeth Reisinger und Julia Großhaupt beim Bundesländervergleichskampf der Kinder.
Dass unser Bundesland im Alpinrennsport auf einem guten Weg ist zeigt auch die Tatsache, dass die Mastersrennen gut besetzt sind, ebenso die erfreulichen Teilnehmerzahlen in Landes- und Nachwuchscup.
Statistik
Österreichische Meisterschaften
11 x GOLD, 2 x Silber, 2 x Bronze
Internationale Rennen
10 Siege und 24 Top – Ten – Platzierungen
Masters – WM
10 Medaillen
Ein viel versprechender Anfang ist gemacht, wir wollen den eingeschlagenen Kurs fortsetzen und Oberösterreich auf Bundesebene zu einem starken Bundesland machen. Abschließend danke ich allen, die am Gelingen dieses Projektes mitgearbeitet haben sehr herzlich danken und der gesamten oberösterreichischen Skifamilie einen erholsamen Sommer wünschen.
Mit sportlichen Grüßen
Andreas Buchegger
Vizepräsident alpin




